Sprachreisen und Sprachschulen Tipps und Tricks mit denen man jede Sprache lernt

20Jul/150

Interview mit Christine K. – Teil 1

Christine K. ist Sprachlehrerin, Bloggerin und Autorin des kürzlich erschienenen Buches "Sprachen Lernen - Tolle Tipps und Tricks“. Sie unterstützt Menschen durch Unterricht und Coaching dabei, selbstbestimmt und erfolgreich ihr volles sprachliches Potential in Italienisch, Englisch, Französisch, Spanisch und Latein zu entfalten und vor allem in die Praxis umzusetzen. Ihr Ansatz beim Lehren und Lernen ist die Begeisterung und die Leidenschaft für die Sprache selbst - damit Lerner langfristig motiviert bleiben und mit Freude ihren Zielen näherkommen. Dieses Ziel verfolgt auch ihr Blog "Sprachenlernen leicht gemacht" und ihr Buch, damit Pauken und langweiliges Sprachenlernen der Vergangenheit angehört!

  1. Liebe Christine, was begeistert Dich an Fremdsprachen generell und welche Sprache liegt Dir besonders am Herzen?

Christine Konstantinidis 4„Mich begeistern an Fremdsprachen mehrere Aspekte. In der Schule war das Lernen für mich der Horror, das Pauken von Grammatikregeln und von Vokabellisten war nie meine Sache. Lieber probierte ich meine damals noch sehr dürftigen Englischkenntnisse schon in der 6. Klasse an Brieffreunden aus verschiedenen Ländern aus. Später kam noch Französisch dazu, allerdings wurde das schulische Lernen nicht besser. Viel mehr konnte ich mit dem Klang der Sprachen, der Mimik und Gestik, den Menschen, der Kultur und den Freundschaften mit den Menschen anfangen und stellte mir immer wieder die Frage: Gibt es nicht auch einen anderen Weg als das klassische Pauken in der Schule? Als ich selbstständig und eigenverantwortlich über mein Lernen entscheiden konnte, entdeckte ich meine wahre Passion – eben die Sprachen. Mir gefällt es, die Länder nicht nur als normaler Tourist zu bereisen, sondern mit den Menschen in Kontakt zu treten, Filme sehen und Bücher lesen zu können. Meine italienischen, französischen und sonstigen Freundschaften pflege ich genauso wie meine deutschen und finde es großartig, an deren Leben teilhaben zu können. Besonders am Herzen liegt mir natürlich Italienisch, da das die Sprache ist, die ich auch am häufigsten beruflich brauche, aber momentan lerne ich auch mit großer Begeisterung Spanisch. Durch die Sprachen erschließt sich eine ganz neue Welt.“

  1. Wie viele Sprachen sprichst Du und wie schaffst Du es, dass Du sie nicht durcheinander bringst?

„Ich spreche Englisch, Französisch und Italienisch fließend, Spanisch lerne ich gerade und bin auf einem guten Weg – eine Unterhaltung mit meinem Lehrer Yeri ist möglich, aber noch lange nicht perfekt. Latein musste ich schon einmal in der Schule lernen, habe es dann aber wieder komplett vergessen und es dann vor einigen Jahren noch einmal als Erwachsene gelernt. In Portugiesisch und Niederländisch habe ich lediglich Grundkenntnisse, denn bei diesen beiden Sprachen interessiert mich nur die Sprachstruktur, so dass ich nur ab und zu ein bisschen Grammatik übe und mir Vokabeln aneigne.

Natürlich verwechsle ich Wörter oder Grammatikstrukturen manchmal, vor allem bei so ähnlichen Sprachen wie Italienisch und Spanisch, aber das wird sich nie ganz vermeiden lassen. Ich versuche, die beiden Sprachen nicht hintereinander zu lernen oder zu verwenden, sondern immer etwas Anderes dazwischenzuschieben. Und außerdem ist es überhaupt nicht schlimm, mal ein italienisches Wort im Spanischen zu verwenden – die Hauptsache ist, dass der Gesprächspartner einen versteht.“

  1. Was ist Deiner Meinung nach das wichtigste beim Erlernen einer neuen Sprache?

„Beim Erlernen einer neuen Sprache gibt es im Wesentlichen drei wichtige Punkte:

  • Du solltest dir ein Ziel setzen. Dieses Ziel sollte natürlich dein eigenes Ziel sein und nicht das des Ehemannes oder der Nachbarin – nur weil der Ehemann Spanisch lernt, musst du selbst K640_Schilderdas nicht auch tun. Wenn dein Ziel dann feststeht, dann sollte es genau definiert werden.
  • Diese Definition ist Punkt 2. Du solltest aufschreiben, was du erreichen möchtest, am besten mit Terminvorgabe. Dein Ziel sollte machbar, messbar und genau bestimmt sein, beispielsweise: Bis zum nächsten Urlaub im September lerne ich die nötigen Vokabeln des Grund- und Aufbauwortschatzes der Themenbereiche „Bar“, „Restaurant“, „Hotel“, „Wegbeschreibungen“ und „Einkaufen“.
  • Der dritte Punkt ist der Wichtigste. Es hilft dir nichts, alles aufzuschreiben und festzulegen, wenn du nicht tätig wirst. Also: Du musst anfangen. Wenn Zielkorrekturen nötig sind, kannst du diese immer noch machen.

In Kurzform also: Ziel setzen – Ziel genau definieren – Anfangen“

Vielen Dank für Deine Zeit und Mühe bei der Beantwortung! Im 2. Teil geht es weiter mit tollen Tipps zum Erlernen einer Fremdsprache.

hat dir dieser Artikel gefallen?

Dann abonniere doch diesen Blog per RSS Feed!