Sprachreisen und Sprachschulen Tipps und Tricks mit denen man jede Sprache lernt

9Apr/150

„Sprachen sind mein Beruf“ – Ein Interview mit Barbara R.

Neulich führte Sprachschulvergleich ein Interview mit der Reisebloggerin und Übersetzerin Barbara R. Sie erzählt uns, wie sie gelernt hat und gibt uns Empfehlungen zum Spracherwerb.

Sprachschulvergleich: Hallo Barbara, möchtest du uns erst mal erzählen, wer du bist und was du machst?

Barbara: Gerne! Ich heiße Barbara R., bin 28 Jahre alt und arbeite seit sieben Jahren freiberuflich als Übersetzerin und Dolmetscherin für die Sprachen Englisch, Italienisch und Spanisch. Letztes Jahr habe ich außerdem meinem Reiseblog barbaralicious.com gelauncht. Ich liebe es allgemein, zu reisen, neue Länder und Kulturen kennenzulernen und meine Sprachkenntnisse anzuwenden. Da war es eine logische Konsequenz, dass ich angefangen habe, darüber zu schreiben.

Sprachschulvergleich: Wie bist du denn dazu gekommen, Sprachen zu deinem Beruf zu machen?

Barbara: Gute Frage! Das hat sich mehr oder weniger so entwickelt. In der Schule – ich war auf einem altsprachlichen Gymnasium – hatte ich Latein und Altgriechisch. Ich kann also nicht sagen, dass es für mich immer klar gewesen wäre, dass ich das machen will. Aber meine Mutter ist Italienerin und ich hatte nach meinem Abi das Gefühl, dass es noch so viel über dieses wunderschöne Land und die italienisch Kultur zu erfahren gibt und dass das ein Teil von mir ist. Ein Teil, den ich noch nicht richtig kannte. Also habe ich mich mehr oder weniger spontan für den Studiengang Romanistik eingeschrieben. Da ich neben Italienisch eine zweite romanische Sprache studieren musste, habe ich wahllos Spanisch gewählt.

Sprachschulvergleich: Wahllos? *lacht* Das ist ja lustig! Und wie ging es dann weiter?

Barbara: Ich habe beide Sprachen lieben gelernt! Viel mehr als ich es erwartet hatte. Das Lernen fiel mir leichter als vielen meiner Kommilitonen. Nebenbei fing ich an auf der Messe in Frankfurt zu arbeiten. So kam ich ganz zufällig erst zum Dolmetschen und dann auch zum Übersetzen. Dann habe ich mich sehr schnell selbstständig gemacht. Nach dem Magister in Romanistik habe ich noch einen Master in Konferenzdolmetschen und Fachübersetzen gemacht, um meine Ausbildung abzurunden.

Sprachschulvergleich: Cool! Aber bringst du die Sprachen nicht manchmal durcheinander? Italienisch und Spanisch sind doch total ähnlich!

Barbara: Naja, also ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass das nie passiert. Aber das ist schon eher selten. Es passiert viel häufiger, dass ich mich mit einer meiner anderen Sprachen rette, wenn ich mal ein Wort nicht weiß – denn ja: auch Übersetzer sind keine wandelnden Wörterbücher. Das funktioniert ganz gut. Auch nicht immer, aber einen Versuch ist es ja Wert, oder?

Sprachschulvergleich: Stimmt! Hast du diesbezüglich eine lustige Geschichte für uns?

Barbara: Wenn du so fragst… Im Prinzip sogar mehrere! Aber die lustigste war an meinem ersten Tag meines Auslandspraktikums in Spanien. Ich habe dort in einer WG gewohnt und meine Mitbewohner sagten, ich könne mich gerne am Kühlschrank bedienen und am nächsten Tag in Ruhe einkaufen gehen. Also schaute ich hinein, holte ein paar Sachen raus und suchte erfolglos die Butter. Begriffe aus dem Haushalt hatte ich zuvor nie gebraucht, also versuchte ich meinen „Trick“ und benutzte das italienische Wort für Butter, um zu fragen, ob sie welche da haben: „Teneis burro?“ Ich blickte in sehr erstaunte Gesichter… Denn burro heißt auf Spanisch nicht Butter, sondern Esel!

Sprachschulvergleich: Und wie hältst du deine Fremdsprachenkenntnisse auf einem guten Stand?

Barbara: Oh, da gibt es viele Möglichkeiten: das Beste ist natürlich, regelmäßig in die entsprechenden Länder zu reisen. Aber heutzutage gibt es noch so viele andere Wege. Zum Beispiel kann man viele Fernsehsendungen online sehen. Sowohl das spanische als auch das italienische Fernsehen bieten das an. Teilweise im Live Stream, teilweise Aufzeichnungen in einer Mediathek. Auch Webradio hören hilft, ein Ohr für die alltägliche Sprache zu bekommen. Außerdem habe ich mir angewöhnt, Bücher nur noch in Originalsprache zu lesen. Das erweitert den Wortschatz ungemein!

Sprachschulvergleich: Hast du schon mal eine Sprachreise gemacht?

Barbara: Oh ja! Nach Nizza. Das war eine tolle Zeit und ich würde es jederzeit sofort wieder tun. Mein Praktikum in Spanien habe ich außerdem in einer Sprachschule gemacht. Ich liebe die internationale Atmosphäre dort. Und ich finde es toll, wenn man in einer Familie vor Ort untergebracht ist und auf diese Weise mit den Menschen vor Ort in Kontakt kommt.

Sprachschulvergleich: Vielen Dank für das Interview, Barbara! Wir haben uns sehr gefreut, dass du dich dafür bereit erklärt hast, ein paar deiner Tricks und Erfahrungen mit uns zu teilen!

Barbara: Gerne! Hat mich auch gefreut.

Die Bildrechte liegen bei BarbaraLicious