Sprachreisen und Sprachschulen Tipps und Tricks mit denen man jede Sprache lernt

15Jun/160

Herkömmlicher Sprachunterricht vs. alternative Unterrichtsmethoden – Was bringt mehr?

Spanischunterricht in Sevilla

Sprachschule Sevilla

Viele unserer Blogleser haben sich zu Schulzeiten im Fremdsprachenunterricht sicherlich des Öfteren Folgendes gedacht: „Warum muss ich wissen, wie man in Französisch das Futur II bildet – das benutzt sowieso kein Mensch?!“ oder „Die dritte Vergangenheit in Englisch?! Die ist doch vollkommen überflüssig“.

Vorab möchten wir betonen, dass wir an dieser Stelle nicht den deutschen Schulunterricht in Frage stellen. Dennoch ist es im Sinne der Neutralität unsere Pflicht, auch Missstände anzusprechen. Deshalb müssen wir uns eingestehen, dass die oben genannten Gedankengänge nicht unbegründet sind und das „sture Grammatikpauken“ nicht immer sinnvoll ist. Wer weiß, wie ein für den Fremdsprachenunterricht genutztes Deutschbuch aussieht und die dortigen Grammatikregeln mit seinen eigenen Sprachgebrauch vergleicht, wird uns in dieser Hinsicht zustimmen. Es drängt sich also der Verdacht auf, dass im „herkömmlichen“ Sprachunterricht viel Zeit für unnötige Dinge vergeudet wird und das Sprechen und Hören der Sprache – also das wirklich Wichtige – zu kurz kommt.

Die Frage ist auch, ob diese „Art“ des Sprachen Lernens überhaupt „natürlich“ ist und das menschliche Gehirn dafür geschaffen ist. Eine klare Antwort kann man darauf selbstverständlich nicht geben, fakt ist aber, dass sie für unser Gedächtnis zumindest ungewohnt ist. Unsere Muttersprache haben wir schließlich auch nicht mit dieser Methode gelernt, sondern äußerst erfolgreich lediglich durch Sprechen und Zuhören. Deshalb hat sich dieser Lernansatz in der jüngeren Vergangenheit folgerichtig auch im Fremdsprachenunterricht zunehmend etabliert und ist als „Immersions-Methode“ anerkannt. „Immersion“ stammt aus dem Lateinischen und kann mit „Eintauchen“ übersetzt werden – das heißt, man kommt somit nicht „nur“ mit der Sprache in Berührung, sondern wird so gesehen sogar ein Teil von ihr.

Der Unterricht erfolgt in diesem Fall ausschließlich in der zu erlernenden Fremdsprache ohne zusätzliche Erklärungen auf Deutsch. Man „hängt sich also nicht daran auf“, ob der Sprachschüler in seinem zuletzt gesprochenen Satz das Verb im Konjunktiv II in der 3. Person Plural richtig konjungiert hat, sondern setzt den Fokus auf den praktischen Gebrauch der Sprache. In den meisten ausländischen Sprachschulen, die man im Rahmen von Sprachreisen besuchen kann, hat sich diese Unterrichtsmethode übrigens schon vor einiger Zeit durchgesetzt, was deren positiven Effekt unterstreicht. Man darf also gespannt sein, wie sich deren Stellenwert in naher Zukunft auf den Unterricht in Deutschland auswirkt.

Abschließend sollte ihr aber bedenken, dass ein auf das Auswendiglernen von Grammatikparagraphen und –regeln zugeschnittener Fremdsprachenunterricht sicherlich nicht optimal ist, aber mit der nötigen Motivation dennoch hilfreich sein kann. Also bleibt auch im heimischen Sprachkurs mit Elan bei der Sache, aber haltet auch Ausschau nach alternativen Weiterbildungsmöglichkeiten!